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Im traditionellen medizinischen Modell wird die Versorgung meist nur durch eine Linse von Krankheit und medizinischer Behandlung betrachtet. Der Gesundheitspunkt berücksichtigt in seinen Versorgungskonzepten jedoch physische, psychische, soziale und kulturelle Faktoren. Da chronische Krankheiten bekanntlich nicht geheilt werden können, spielt der Umgang mit Krankheit und Leiden als nicht-biomedizinische Faktoren eine wichtige Rolle. Sie können daher auch einen grösseren Einfluss auf die Ergebnisse der Gesundheitsversorgung haben, als medizinische Faktoren.

Psychologische Faktoren beeinflussen sowohl die Art und Weise, wie wir mit einer Krankheit umgehen, sowie ihre Auswirkungen. Während Gefühle von Trauer, Verlust oder Angst häufige Reaktionen auf Gesundheitsprobleme sind, erfüllt ein Drittel der Patienten mit einer schweren Erkrankung die Kriterien für eine klinische Depression, wobei die Raten von 25% bei Menschen mit Diabetes bis zu 50% bei Herzinfarktüberlebenden liegen. Forscher aus den Bereichen Verhaltensmedizin und Gesundheitspsychologie haben herausgefunden, dass Menschen, die einen eher negativen Bewältigungsstil haben, nach der Diagnose einer chronischen Krankheit mit grösserer Wahrscheinlichkeit an einer Depression leiden.

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